Kurzportrait

Im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen soll ein dicht genutztes, attraktives und vielfältiges Zentrum entstehen. Neben zusätzlichen Arbeits- und Wohnnutzungen soll sich das Gebiet zu einem Bildungs-, Erholungs- und Kulturort entwickeln. Für das Gewerbe sollen Entwicklungsperspektiven geschaffen werden.

Grafik: Stadtplanungsamt Bern

OASE Weyerli: Alternativangebote Freibad Weyerli

Das Becken des Freibads Weyermannshaus wird saniert. Das Bad bleibt deshalb die Saison 2021 geschlossen. Das Sportamt bietet jedoch auf dem Eisfeld und der Liegefläche Nord alternative Bewegungs-, Abkühlungs- und Aufenthaltsangebote an. Die Alternativangebote werden in Zusammenarbeit mit UNIK Playground und dem Weyerlibeizli erarbeitet. Die Angebote richten sich insbesondere an Familien und Jugendliche. Diverse Attraktionen wie Trampoline mit Airbag, Skimboardingpools, Boulderanlage, Beachvolleyfelder und Slacklines laden zu Bewegung ein, während verschiedene Wasserspiele für Abkühlung sorgen. Das Weyerlibeizli betreibt eine Bar und veranstaltet (hoffentlich) kleine Konzerte sowie Public Viewings. Während der Sommerferien wird auch das Hallenbad nachmittags zur freien Verfügung stehen (inkl. Sprungturm). Die OASE Weyerli steht vom 29. Mai 2021 bis am 29. August 2021 zur Verfügung. Die Öffnungszeiten während der Sommerferien sind 10:00 - 21:00 Uhr und davor und danach 10:00 - 20:00 Uhr (generell witterungsabhängig).
Belegung (Corona)

Stellungnahme QM3: Richtplan

Ende Januar 2021 hat sich die QM3 intensiv mit dem "Richtplan ESP Ausserholligen 2020" auseinandergesetzt. In einer schriftlichen Stellungnahme bringt die QM3 zum Ausdruck, dass sie grundsätzlich für den Richtplan ist, aber gewisse Vorbehalte und Bedenken hat.
qm3.ch/stellungnahmen
Der neue, behördenverbindliche Richtplan ist ein strategisches Führungsinstrument und ersetzt den Richtplan von 1994. Er steuert und koordiniert die räumliche Entwicklung des ESP Ausserholligen sowie dessen Projekte und Planungen.

Neue Passerelle Steigerhubel

Die Unterführung zwischen Bahn- und Steigerhubelstrasse muss aufgehoben werden. Als Ersatz wird eine oberirdische Passerelle gebaut. Ein Architekturwettbewerb hat ergeben, dass das Projekt «SCURSUN» des Teams Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH mit der Weiterbearbeitung  der Passerelle beauftragt wird.
Mit dem neuen Angebotskonzept der SBB im Fern- und S-Bahn-Verkehr sowie dem Einsatz von längeren Fernverkehrs- und S-Bahn-Zügen sind im Bereich der Perron- und Gleisanlagen rund um den Bahnhof Bern kapazitätssteigernde Massahmen erforderlich. Das Projekt Leistungssteigerung Bern West sieht für das Gebiet Weyermannshaus Ost / Steigerhubel im Stadtteil 3 eine Verbreiterung der Gleisanalagen in Richtung Norden und ein Unterwerfungsbauwerk (teilweise unterirdische Streckenführung) vor. Das Unterwerfungsbauwerk verunmöglicht zukünftig eine Unterquerung an dieser Stelle. Damit diese Massnahmen umgesetzt werden können, wird die heutige Strassenverbindung unter den Bahngeleisen zwischen der Bahn- und der Steigerhubelstrasse aufgehoben und durch eine oberirdische Passerelle für den Fuss- und Veloverkehr ersetzt. Die Unterführung wird zu einem Werkleitungskanal umgebaut und der heutige Strasseneinschnitt aufgefüllt.
Um eine optimale Lösung sowohl für den Bahnverkehr als auch für das Quartier zu finden, hat die SBB einen Architekturwettbewerb veranstaltet. Aus den eingereichten Vorschlägen hat eine Jury das Projekt «SCURSUN» als Sieger ausgewählt. Nach einer intensiven Auseinandersetzung ist diese Jury zum Schluss gekommen, dass dieses Projekt eine schlichte und direkte Quartiersverbindung ermöglicht und dass die beiden Gebäude am jeweiligen Ende der Passerelle (siehe Visualisierung) durchdacht auf die Umgebung reagieren.

Der Zugang vom neuen Campus der Fachhochschule (Visualisierung Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH)

Der Zugang von der Bahnstrasse (Visualisierung Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH)

ewb/BLS-Areal

Gleich neben dem Europaplatz werden auf dem ewb/BLS-Areal vier neue Gebäude geplant: drei Hochhäuser mit Sockeln und ein Flachbau. In den Häusern wird eine lebendige Mischnutzung aus Arbeiten, Wohnen und Publikumsnutzung angestrebt. Die Aussenräume sollen vielfältig gestaltet werden, so dass die Freiräume Begegnungen aller Art ermöglichen können.
Die Überbauung soll autoarm werden, der Fuss- und der Veloverkehr dagegen soll gefördert werden. Die öV-Erschliessung soll optimiert werden. So wird etwa die BLS-Haltestelle Stöckacker zum Europaplatz verschoben. Die BLS verlegt ausserdem ihren Baudienststützpunkt von Ausserholligen zum Bahnhof Weissenbühl.
Im Zuge der öffentlichen Mitwirkung wird die QM3 im September 2020 zum Projekt Stellung nehmen. Danach erfolgen die kantonale Vorprüfung, die öffentliche Auflage und schliesslich die Volksabstimmung (ca. Anfang 2022).

Die geplanten Hochhäuser auf dem ewb-Areal

Präsentation Mitwirkung

Weyermannshaus

Die Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus steht vor einer Gesamtsanierung. Die Sanierung wird in zwei Etappen erfolgen: Das Freibad soll ab 2020 saniert werden. Die Kunsteisbahn und das Hallenbad sollen in den Jahren 2022 bis 2025 erneuert werden.
Undichtes Freibad

Im Freibad Weyermannshaus steht eines der grössten Freibadbecken in Europa. Das Becken ist jedoch undicht. Ein Teil des chlorierten Wassers fliesst ungereinigt in den Wohlensee.  Um den heute geltenden Gewässerschutzvorschriften gerecht zu werden, muss das Becken zwingend erneuert werden. Es ist vorgesehen, das Becken mit einer Folie abzudichten. Die bestehenden Kanalisationsleitungen werden so saniert, dass dem Abwasser aus dem Becken dank eines Aktivkohlefilters das Chlor entzogen werden kann. Die benachbarte Kunsteisbahn profitiert auch von der Sanierung. Die Kühlung der dortigen Kältemaschinen soll mit dem Wasser aus dem Freibad erfolgen. Heute wird dafür eine grosse Menge Grundwasser verwendet. Dank den neuen Anschlüsse und Leitungen können rund 40 Prozent des jährlichen Grundwasserverbrauchs eingespart werden.
Der Baukredit zur Freibadsanierung kommt voraussichtlich im Jahr 2020 vor das Volk. Anschliessend werden von Ende 2020 bis Mitte 2022 die Bauarbeiten über die Bühne gehen.
Alte Garderoben
Das denkmalgeschützte Garderobengebäude im südlichen Bereich der Anlage muss ebenfalls saniert werden. Es entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der ursprüngliche Plan, alle Garderoben erst 2022 mit der Erneuerung der Kunsteisbahn und des Hallenbads Weyermannshaus zu sanieren, wurde verworfen. Während der rund dreijährigen Bauzeit sollen diese Garderoben bereits zur Verfügung stehen. Deshalb werden die Garderoben im Süden des Areals bereits ab 2020 saniert.
Unzeitgemäße Kunsteisbahn, veraltetes Hallenbad
Sowohl die Kunsteisbahn als auch das Hallenbad sind in einem schlechten baulichen Zustand. Das Becken, die Wasseraufbereitung und die Gebäudehülle im Hallenbad müssen dringend erneuert werden. Bei der Kunsteisbahn soll der Eingangsbereich mit den Garderoben, die Tribüne sowie die westliche Eisfläche rückgebaut werden. An deren Stelle soll eine Eishockeyhalle gebaut werden.
Der von Hochbau Stadt Bern durchgeführte Projektwettbewerb ergab, dass ein kompletter Neubau für das Hallenbad und die neu zu erstellende Eishalle gebaut werden soll. Mit der Volksabstimmung kann ab dem 4. Quartal 2021 gerechnet werden, so dass der Baubeginn etwa auf das 2. Quartal 2022 zu stehen kommt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 vorgesehen.
Umnutzung der Eisbahn 2019
Solange die Sanierungen noch nicht vollzogen werden, kann das Eis und dass Wasser wie bis anhin genutzt werden. Bis zu den Sommerferien 2019 wird das Publikumsfeld der Kunsteisbahn Weyermannshaus zudem von Velofahrenden in Beschlag genommen. Ein Veloverkehrspark dient 88 Schulklassen als Übungsfläche, wo die Schüler*innen in Theorie und Praxis auf den Strassenverkehr vorbereitet werden.
Ausserhalb der Unterrichtszeiten und ab Beginn der Sommerferien bis Ende August 2019 darf der Veloverkehrspark durch die Bevölkerung genutzt werden. Eltern können dort zum Beispiel mit ihren Kindern das Velofahren üben. Die Öffnungszeiten des Geländes sind gleich wie die Öffnungszeiten des Freibades Weyermannshaus.
 

Campus BFH

Architekturwettbewerb zum Campus Bern der Berner Fachhochschule
Das Siegerprojekt für den neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) steht fest: Das Projekt «Dreierlei» unter der Leitung der wulf architekten gmbh aus Stuttgart.
 

Grafik: www.campus-bern.ch

Flyer Campus

Begleitgremium + Spurgruppe

QM3 hat sowohl in der Spurgruppe als auch im Begleitgremium des ESP Ausserholligen Einsitz.
Die letzte Spurgruppensitzung fand am 29. Januar 2019 statt. Das Stadtplanungsamt präsentierte den aktuellen Stand des Projekte.
Am Begleitgremium vom 7. November 2018 wurde der neue Richtplan weiter ausgearbeitet.
QM3 wird laufend ihre Positionen und Schwerpunkte einbringen.

Teilprojekte des ESP (Grafik: Stadtplanungsamt Bern)

Gangloff-Areal

Auf dem Gangloff-Areal soll eine nutzungsdurchmischte Überbauung mit 160 bis 180 urbanen Wohnungen entstehen. Das Vorhaben ergänzt das bereits realisierte Zentrum Europaplatz. Der Gemeinderat hat die neue Überbauungsordnung und die geringfügige Änderung der bestehenden Zone mit Planungspflicht Gangloff zur öffentlichen Auflage verabschiedet. Beide Instrumente liegen in Kompetenz des Gemeinderats und erfordern keine Volksabstimmung.
Die öffentliche Auflage dauert vom 11. Juli bis zum 22. August 2018. Die dazugehörenden Unterlagen können während der Auflagezeit unter www.bern.ch/auflagen heruntergeladen oder während den Bürozeiten beim Stadtplanungsamt Bern, Zieglerstrasse 62, sowie der BauStelle, Bundesgasse 38, eingesehen werden.

Die geplante Überbauung (Grafik: GWJ Architektur)