öffentlicher Verkehr

Kurzporträt

Im Stadtteil 3 der Stadt Bern steht ein umfangreiches und modernes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung, das laufend angepasst und ergänzt wird.

  • Zukunft Bahnhof Bern
    Damit er auch in Zukunft seine Funktionen erfüllt und als Drehscheibe dient, wird der Bahnhof Bern ausgebaut. Der Ausbau des Bahnhofs Bern erfolgt in zwei Schritten. Bis zum Jahr 2029 realisieren die SBB und der RBS zwei grosse Projekte: Der RBS erstellt unterhalb der bestehenden Gleise 2 – 7 des SBB-Bahnhofs einen neuen Tiefbahnhof mit vier Gleisen. Die SBB baut zwischen der bisherigen Bahnhofsunterführung und der Welle eine zweite unterirdische Passage, die «Unterführung Mitte» mit Zugängen von der Länggasse und vom Bubenbergplatz her.
    Die Stadt Bern will abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs bis 2031 den Verkehr im Bahnhofumfeld neu organisieren und gestalten. Damit sollen die stark wachsenden Passantenströme rasch und sicher vom und zum Bahnhof geführt und Verbesserungen für den Tram- und Busverkehr sowie den Fuss- und den Veloverkehr erzielt werden.
  • Stadtraum Bahnhof
    Mit der Testplanung Stadtraum Bahnhof Bern soll ein langfristiges Zukunftsbild für das Umfeld des Bahnhofs Bern erarbeitet werden. Der Richtplan dazu gelangte 2025 in die öffentliche Mitwirkung.
  • Angebotskonzept Tangentiallinie Bern Nordwest (inkl. Linien 27/32)
    Die RKBM hat gemeinsam mit der Stadt Bern und dem kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination (AÖV) ein Angebotskonzept ausgearbeitet für eine neue Tangentiallinie Bern Nordwest (TBN).Die Kommission Verkehr hat den Schlussbericht und den Mitwirkungsbericht im Februar 2024 verabschiedet.
  • Zweite Tramachse Innenstadt
    Die erste öffentliche Mitwirkung zu den Zwischenergebnissen für eine zweite Tramachse durch die Berner Innenstadt wurde 2023 abgeschlossen. Einigkeit herrscht darüber, dass es eine zweite Tramachse braucht, um den Abschnitt zwischen Hirschengraben und Zytglogge zu entlasten. Wo diese durchführen soll, wird jedoch unterschiedlich beurteilt. Präferenzen und Vorbehalte bestehen gegenüber allen drei vorgeschlagenen Linienführungen.
    2025 hat sich die Behördendelegation der Regionalkonferenz Bern-Mittelland für eine Etappierung entschieden. Prioritär wird die Linienführung gegen Westen via Laupenstrasse–Belpstrasse weiterentwickelt, um damit die dringend notwendige Entlastung des Trambetriebs am Hirschengraben zu ermöglichen. Bei den zur Diskussion stehenden Varianten gegen Osten musste eine Linienführung durch die Bundesgasse verworfen werden. Sie hat sich aus verkehrstechnischen Gründen und wegen Sicherheitsanforderungen des Bundes als nicht machbar erwiesen. Das Ergebnis in Form einer Bestvariante wird 2026 nach einer zweiten Mitwirkung vorliegen.
  • Leistungssteigerung Bern West
    Im ESP Ausserholligen werden verschiedene Infrastruktur- und Arealentwicklungsprojekte geplant. Auch die Bahninfrastruktur wird um- und ausgebaut. Die sogenannte «Leistungssteigerung Bern West/Entflechtung Holligen (Ausbauschritt 2025)» der SBB umfasst den Neubau eines bahnseitigen Holligentunnels, den Umbau der Abstellanlage Aebimatt, die Verschiebung des Bahnhofs Stöckacker an den Europaplatz Nord, den Neubau einer Personenunterführung vom Europaplatz Nord zum Weyermannshaus Ost sowie eine neue Langsamverkehrspasserelle über die Bahngeleise im Steigerhubel. Die SBB legten das entsprechende Plangenehmigungsverfahren (PGV) für diese Leistungssteigerung vom 15. Mai bis und mit 13. Juni 2023 auf.
    Die Verschiebung der S-Bahn-Haltestelle Stöckacker an den Europaplatz Nord wirkt sich auf die öV-Anbindung der umliegenden Quartiere aus und hat Folgen für die Unterführung Stöckackerstrasse, das Freibad Weyermannshaus und das Familiengartenareal Ladenwandgut. Insbesondere während der Bauzeit wird dieser Raum stark von der Baustelleninstallation beeinträchtigt werden
  • ZMB ÖV-Erschliessung Köniz / Bern Süd
    Unter Federführung des Kantons wurde bis Ende 2023 eine Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) erarbeitet, die aufzeigt, wie der Korridor Bern – Köniz – Schwarzenburg längerfristig am besten durch den öffentlichen Verkehr erschlossen werden kann.Die Ergebnisse der ZMB liegen seit dem Sommer 2023 vor. Die öffentliche Mitwirkung fand zwischen dem 5. Juli und dem 4. September 2023 statt. Insgesamt haben 36 Organisationen oder Personen teilgenommen – auch die QM3. Der aufgrund der Mitwirkungseingaben punktuell ergänzte und präzisierte Synthesebericht und der Mitwirkungsbericht mit den Beschlüssen der Behördendelegation zum weiteren Vorgehen können eingesehen werden.
  • Umstellung Buslinie 10 auf Doppelgelenktrolleybusse mit Fahrleitung
    BERNMOBIL, der Kanton und die Stadt Bern sowie die Gemeinde Köniz werden den Ast der Linie 10 von Bern Bahnhof nach Köniz/Schliern 2025/26 auf Doppelgelenktrolleybusse umstellen. Damit kann die Kapazität auf dieser Strecke erhöht, der Fahrplan durch ein weniger enges Taktintervall stabilisiert und der Betrieb auf umweltfreundliche Fahrzeuge umgestellt werden. Die Umstellung der Linie 10 auf Doppelgelenktrolleybusse sieht eine Fahrleitung von der Haltestelle Monbijou bis zur Haltestelle Brühlplatz vor. Die restliche Strecke werden die neuen Busse, die typenähnlich zu den heute auf der Linie 20 eingesetzten Fahrzeugen sein werden, im Batteriemodus fahren. Das Laden der Batterie erfolgt während der Fahrt unter der Fahrleitung. Für die Speisung der Fahrleitung mit Strom werden drei neue Gleichrichter am Eigerplatz, an der Sommazzistrasse sowie beim Gebäude des BAG im Liebefeld erstellt. Ebenfalls müssen teilweise die Haltestellen auf die neuen Fahrzeuge mit einer Länge von 25 Metern angepasst werden. Diese Haltestellen werden gleichzeitig behindertengerecht umgebaut.
  • ÖV-Erschliessung Berner Inselareal

    Die Linien 12 und 101 stossen bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen – und mit den geplanten Entwicklungen auf dem Inselareal wird sich die Situation weiter zuspitzen. Deshalb braucht es in den kommenden Jahren substanzielle Erweiterungen im Korridor Insel–Güterbahnhof.

    Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland RKBM und der Kanton Bern haben daher gemeinsam mit der Stadt Bern, BERNMOBIL und PostAuto prüfen lassen, ob mit dem Einsatz von Doppelgelenkbussen auf den Linien 12 und 101 eine sinnvolle kurz- bis mittelfristige Lösung für die stark ausgelasteten Buslinien gefunden werden kann.
    Die Studie analysierte die erwarteten Entwicklungen im Inselareal und leitete daraus flexible Angebotskonzepte für die Linien 12 und 101 ab, die den künftigen Kapazitätsbedarf decken. Aufgrund der unsicheren Prognosen wurden die Konzepte für die Korridore Hinterkappelen und Holligen unabhängig voneinander ausgestaltet, um besser auf die tatsächliche Nachfrage reagieren zu können.

    Mit der Eröffnung des Campus der Berner Fachhochschule (BFH) wird die Nachfrage auf der Linie 101 weiter steigen. Eine Umstellung auf Doppelgelenkbusse ist jedoch nicht notwendig. Durch Verdichtungskurse in den Hauptverkehrszeiten zwischen Bern Bahnhof und neu Bethlehem Kirche kann ein 5-Minuten-Takt gewährleistet werden. In der Spitzenviertelstunde sorgen zusätzliche Verstärkerkurse für ausreichende Kapazität.

    Die Studie empfiehlt, die Linie 12 künftig mit Doppelgelenktrolleybussen zu betreiben und mit der heutigen Linie 11 (Bern Bahnhof–Neufeld P&R) zu verknüpfen. Im Westen ist eine Verlängerung der Linie bis zum Europaplatz vorgesehen. Auf dem stark belasteten Abschnitt Holligen–Bern Bahnhof sind zu den Hauptverkehrszeiten Verdichtungskurse erforderlich.

    Die Angebotskonzepte für die Linien 12 und 101 fanden in der öffentlichen Mitwirkung im Frühling/Sommer 2025 überwiegend Zustimmung. Die Kommission Verkehr hat den Schluss- und den Mitwirkungsbericht am 18. Dezember 2025 verabschiedet.